Schreibabys Beratung
Dass Ihr Baby schreien und weinen wird nach der Geburt,
ist normal und wird von vielen Eltern zur Geburt sehnsüchtig erwartet.
Einige Babys, gerade wassergeborene Gebärbadewannen- Kinder
schreien zur Geburt nicht, sie atmen und dass ist ebenso in Ordnung.
Wenn ein Baby aber jeden Abend weint, wird dieser Umstand
nach und nach als belastend empfunden und
die Eltern suchen die Ursache dieser Schreiattaken
häufig bei der Babyernährung, den nassen Windeln
oder der vermeindlich zu geringen Muttermilch.
In der Tat muss sich jedes Baby erst einmal an diese Welt
mit seinen verschiedenen Eindrücken gewöhnen.
Baby sind sehr vegetativ, also recht empfindsam
und nehmen jede noch so kleine Veränderung
wie Temperaturwechsel, Luftzug und Gerüche wahr.
Sie haben zu Anfang Mühe, ihre Körpertemperatur zu halten
und die Verdauung ist Schwerstarbeit.
Auch die Nervosität und Anspannung ihrer Eltern
registrieren sie sehr genau. Gründe für emotionale Belastungssituationen
von Eltern gibt es heutzutage unzählige und
jede Familie hat ihre eigene Problematik:
- die Technologisierung von Schwangerschaft und Geburt,
- und die frühe Trennung von Eltern und Baby
bei intensivmedizinischer Behandlung,
- innerfamiliäre Konflike zwischen Eltern und Verwandtschaft,
- Paarkonflikte, Trennung, Scheidung,
- Alleinerziehenden- Status,
- Soziale Isolation,
- existenzielle oder finanzielle Not,
- Unvorhergesehene Behinderungen des Kindes zum Zeitpunkt der Geburt,
- Mobbing am Arbeitsplatz in der Schwangerschaft und/ oder Elternzeit,
- hoher Selbstanspruch und Perfektionszwang
- gesellschaftlich impliziertes, unrealistisches Mutterideal,
- und babyfeindliche Nachbarschaft….( die Liste könnte man beliebig fortführen)
erschweren die intuitive und emotionale Kommunikation von Eltern und Baby
und können das Eltern- Kind- Verhältnis belasten.
In solch belastenden Situationen geht manchmal die
Reflexion und die gesunde Distanz der Eltern zum unruhigen Schreibaby verloren.
Die Müdigkeit der Mutter und das Gefühl, nervlich am Ende zu sein,
erfolgt gewöhnlich erst nach der vollständigen Hormonumstellung
vom Schwanger- auf den NichtSchwanger- Zustand.
In seltenen Fällen können Wochenbett-Depressionen oder- Psychosen auftreten.
Die Säuglingspflege in der Elternzeit ist ein Vollzeit- Job,
daher ist es wichtig, schon frühzeitig
auf gute Arbeitsbedingungen zu achten.
Babys fordern ihre Eltern Tag und Nacht,
zugegeben mit einigen kurzen Pausen.
Aber trotz allem ist es sinnvoll,
sich die täglich wiederkehrenden Verrichtungen,
wie Wickeln, Füttern und Kinderwagen bereitstellen,
so effizient wie möglich zu organisieren.
Das spart Kraft und beugt einem Burn out vor,
welcher aus Belastung und Schlafmangel,
wie in jedem anderen Beruf, entstehen kann.
Es kann hilfreich sein, verlässliche Kontakte und Hilfeleistungen
von sympathischen Mitmenschen in Anspruch nehmen zu dürfen.
Mit einer ehrenamtlich arbeitenden Leihoma, zum Beispiel,
oder einer Haushaltshilfe Kontakt zu pflegen, kann ,für den Ernstfall,
nie schaden, auch wenn sie momentan nicht gebraucht wird.
Schreibabypraxen sind hilfreich, die Kommunikationsformen von Eltern und Baby
wieder ins Lot zu bringen, Das führt zu gegenseitiger Zufriedenheit.
Zur Beruhigung unruhiger Säuglinge werden seit jeher Babywiegen eingesetzt.
Leider mögen manche Babys die klassischen Wiegen nicht,
Federwiegen sind für sehr unruhige Babys meist erfolgversprechender,
weil der Schwebeeffekt in der Federwiege dem vormals uterinen Leben
in der Gebärmutter ähnlicher ist, vertraute Sicherheit beruhigt.
Wenn die soziale Interaktion von Eltern mit Baby im Lebensumfeld
eine sichere Basis hat, die Familie existenziell abgesichert ist,
die Medien- und Werbewelt fraktioniert wird,
die Eltern ausreichend Selbstvertrauen haben, Kompromisse zu finden,
die das glückliche Zusammenleben ermöglichen und nah an der Realität bleiben,
ihrem Kind genug Entwicklungszeit lassen und seinen Wachstumschüben folgen,
fällt die Zukunftsprognose recht günstig aus, soweit die Theorie.
Sollten Sie ein Schreibaby zuhause haben und wünschen sich
eine Unterstützung an Ihrer Seite, zur Bewältigung der
eigentlich schönen Elternrolle, schauen wir,
was für Sie und Ihr Baby nützlich, richtig und wichtig ist.
Denn zufriedene Mütter haben zufriedene Kinder
und glückliche Kinder haben glückliche Mütter,
bis dahin alles Gute,
Hebamme Liane Ullmann

